Tagestipps

Samstag 19:05 Uhr BR-Klassik

Opernabend

Richard Wagner: "Lohengrin" Romantische Oper in drei Akten Heinrich der Vogler - Karl-Heinz Lehner Lohengrin - Eric Laporte Elsa von Brabant - Emily Newton Friedrich von Telramund - Sangmin Lee Ortrud - Martina Dike Der Heerrufer des Königs - Daeho Kim und andere Chor und Extrachor des Staatstheaters Nürnberg Staatsphilharmonie Nürnberg Leitung: Joana Mallwitz Aufnahme vom 12. Mai 2019 im Staatstheater Nürnberg Glauben oder Wissen? Um nichts weniger als diesen ewigen Konflikt geht es in Richard Wagners letzter "romantischer" Oper "Lohengrin". Durch ihren festen Glauben, durch ihr Gebet wird Elsa errettet: Der Schwanenritter Lohengrin aus der mystischen Welt des Grals kommt ihr zu Hilfe. Glauben basiert auf blindem Urvertrauen - das fordert der edle Retter ein, als er um Elsas Hand anhält. Sie darf nicht wissen, wie er heißt, noch wer er ist. Doch kann man lieben, ohne den anderen zu kennen? Ohne Wissen um seine Herkunft und seine Geschichte - wichtige Facetten jeder Persönlichkeit? BR-Klassik sendet Richard Wagners "Lohengrin" in einer Aufnahme vom Staatstheater Nürnberg. Musikalische Leitung: GMD Joana Mallwitz. In den Hauptrollen: Emily Newton als Elsa von Brabant und Eric Laporte als Lohengrin.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

Teil 2: «Ellbogen» von Fatma Aydemir Sie ist achtzehn. Sie ist in Deutschland geboren. Sie heißt Hazal und hat es satt, auf das Leben zu warten. Hazal will sich verlieren und verlieben, sie weiß nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war.

Samstag 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Nina Heinrichs Yellowjackets Die Yellowjackets gehören mit ihrer 40-jährigen Bühnenerfahrung zu den führenden Ensembles des "Contemporary Jazz". Hervorgegangen ist das Quartett Ende der 1970er Jahre aus der Robben Ford Band. Die Yellowjackets kreierten einen eigenen, unverwechselbaren Sound, der akustischen und elektrischen Jazz auf besondere Weise miteinander verbindet. Neben mehrfachen Nominierungen gewann die Band zweimal den begehrten Musikpreis Grammy. Die Zusammenarbeit mit der WDR Big Band begann in den 1990er Jahren. Beim Auftritt in Leverkusen liegt der Schwerpunkt auf neuen Arrangements einiger Yellowjackets-Klassiker. Bob Mintzer, Chefdirigent der Big Band und Saxofonist der Yellowjackets, hat neben Vince Mendoza und Russell Ferrante einen Großteil der Arrangements für das Konzert geschrieben, bei dem das intime Spiel des Quartetts mit der Wucht und Kraft der WDR Big Band verbunden wird. Russell Ferrante, Keyboard; William Kennedy, Schlagzeug; Dane Alderson, Bass; WDR Big Band, Komposition, Arrangements, Saxofon und Leitung: Bob Mintzer Aufnahme aus dem Forum, Leverkusen

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Hörspiel des Monats Die Toten haben zu tun Hörspiel von Mudar Alhaggi und Wael Kadour Aus dem Arabischen von Larissa Bender Regie und Funkeinrichtung: Erik Altorfer Musik: Martin Schütz Mit Rami Khalaf, Yvon Jansen, Sebastian Rudolph Dramaturgie: Sabine Küchler Produktion: Dlf 2019 "Versuch kein Held zu sein, wenn du schwach bist!" Das ist nur einer der vielen klugen Sätze, die einem aus dem Hörspiel "Die Toten haben zu tun" von Mudar Alhaggi und Wael Kadour im Gedächtnis bleiben. Das Hörspiel des Monats Januar 2020 verbindet ästhetische Qualität und gesellschaftliche Relevanz auf einem beeindruckend hohen Niveau. Solche multiperspektivischen Stücke basierend auf Erfahrungen möchte man hören! Das vom Deutschlandfunk produzierte Originalhörspiel, das von Larissa Bender aus dem Arabischen übersetzt wurde, lässt diejenigen selbst zu Wort kommen, die in Deutschland und Europa derzeit meist nur Objekt von Debatten sind: Wie ihr Protagonist Taha leben auch die beiden aus Syrien stammenden Autoren in Berlin und Paris im politischen Exil. Eindringlich und sehr sensibel erzählen sie in ihrem Hörspiel die Geschichte der besonderen Freundschaft zwischen dem Syrer Taha und der Deutschen Mira. Hierbei tritt Mira zunächst als die vermeintlich Starke auf, die dem auf den ersten Blick hilflos erscheinenden Flüchtling hilft. Die Freundschaft entwickelt sich jedoch zunehmend zu einer Beziehung auf Augenhöhe und die anfängliche Rollenverteilung stellt sich als trügerisch heraus. Taha spricht über die politische Repression in seinem Herkunftsland und seine Trauer über das Scheitern des demokratischen Aufbruchs in der arabischen Welt, an dem er aktiv beteiligt war. Dadurch tritt der Protagonist aus der Rolle des Opfers heraus und begegnet uns als handelndes Subjekt. Beeindruckend ist auch Tahas bei aller Melancholie entwaffnend ironischer Umgang mit der Exilsituation: Er berichtet davon, dass er seine Zeit zwischen Behördengängen und Trauern aufteilen muss, "so dass ich weder aktiv noch depressiv sein konnte ... Ich wurde ein Flüchtling." Das Hörspiel thematisiert jedoch nicht nur die Traumata der Überlebenden und deren Schuldgefühle gegenüber den Toten, es hinterfragt auch feinsinnig die Kategorien von Heldentum und Feigheit, Stärke und Schwäche - um nur einige der anspruchsvollen Diskurse zu nennen, die das Stück aufmacht. Um die traurige und sehr emotionale Geschichte von Taha und Mira zu erzählen, verweben die Autoren Mudar Alhaggi und Wael Kadour unterschiedliche stilistische Formen von Reportage über Tagebuchnotizen bis hin zum Puppentheater, das Taha im libanesischen Flüchtlingslager spielte und aus dem sich im Stück eine Geschichte in der Geschichte ergibt. Dies ist nur ein wunderbares Beispiel für die formalen Qualitäten, die den Text und seine Inszenierung insgesamt auszeichnen. Mit den Sprechern Rami Khalaf, Yvon Jansen und Sebastian Rudolph und unter der Regie von Erik Altorfer entfaltet sich das Stück auf hohem sprecherischem Niveau. Hier ist besonders hervorzuheben, dass auch der arabische Originaltext im Stück hörbar wird. Dies ist ein besonders gelungener Regie-Einfall, da er den im Stück angelegten Perspektivwechsel unterstützt: Für kurze Momente während dieses Hörspiels befindet sich zur Abwechslung einmal das deutschsprachige Radiopublikum in der Situation der Fremdheit und Desorientierung, die für Menschen auf der Flucht zum Alltag gehört. Durch den genau dosierten Einsatz von Stimm-Effekten für jede Szene eröffnet die Regie zudem einen neuen imaginären Raum. Das ermöglicht eine sinnliche Hörerfahrung, ohne in forcierten Realismus zu verfallen. Der leitmotivische Einsatz der von Martin Schütz komponierten Originalmusik sowie die beherzte Verwendung der Stereofonie stellt die Zerrissenheit der Figuren auf plausible, aber dennoch unaufdringliche Weise heraus. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES. Die Toten haben zu tun ?????? ???????

Samstag 20:15 Uhr NDR Info

Jazz Klassiker

Swing vor dem Swing Mit Fletcher Henderson, Cab Calloway, Bennie Moten u.a. Am Mikrofon: Wingolf Grieger Die Ära des Swing ist vor allem bekannt für ihre Big Bands, die in den 1920er- und 1930er-Jahren aufspielten. Diese "Ära" war die Zeit, als Jazz und Pop-Musik ein und dasselbe und Jazzmusiker wie Artie Shaw, Harry James oder Glenn Miller große Stars waren. Wann diese Zeit begonnen hat, das kann man auf den Monat genau festmachen: es war der August des Jahres 1935 mit Benny Goddman und einem unerwartet großen Erfolg in Los Angeles im Palomar Ballroom.

Samstag 21:05 Uhr NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Kesseltreiben (1/2) Nach dem Roman "Racket" von Dominique Manotti Übersetzung aus dem Französischen: Iris Konopik Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen SWR/NDR 2020 / Erstsendung Inspiriert durch die "Alstom-Affäre" (2013 - 2015), den Kauf der Energiesparte des französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten General Electric, schildert Wirtschaftshistorikerin Dominique Manotti in einem fein justierten Plot das von organisierter Kriminalität kaum mehr unterscheidbare Zusammenwirken von Unternehmerhandeln, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Manottis Ermittlerin Noria Ghozali, Polizistin mit maghrebinischen Wurzeln, kämpft in ihrer Abteilung "Wirtschaftliche Sicherheit" verzweifelt um Transparenz. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Kriminalhörspiel

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Jim Moray

Konzertmitschnitt vom 16. Dezember 2019, Kito, Bremen Er ist eine Leitfigur der aktuellen britischen Folkszene - und das schon seit geraumer Zeit. Einen Namen machte sich Sänger und Gitarrist Jim Moray einst mit ungewohnt mutigen Interpretationen von klassischen Songs. Dabei setzte er gerne mal Electro-Sounds und -Effekte ein, stellte sie allerdings immer in den Dienst des eigentlichen Stückes. Dieser zeitgemäße, zugleich respektvolle Umgang mit den überlieferten Quellen brachte dem Engländer gleichermaßen Respekt beim jungen Folk-Publikum und bei gestandenen Folk-Fans ein, mal abgesehen von den Verfechtern eines puristischen Ansatzes. 2003 erschien sein Debütalbum, herausfordernd betitelt "Sweet England". Von Produktion zu Produktion erweiterte und verfeinerte er seine Herangehensweise. Bei der Songauswahl tauchte Moray immer tiefer ein in den Schatz an überliefertem Material. Auf dem jüngsten Werk "The Outlander" versagte er sich allerdings allzu kühne Experimente. So klingt die Kollektion, aufgenommen mit diversen Gästen, ungewöhnlich konventionell. Und entfaltet auch darin eine enorme Kraft dank des eindringlichen Gesang und der exzellenten Instrumentalarbeit. Jim Moray ist ein Song-Erzähler par excellence, der übrigens auch eigene Stücke parat hat. Mit "The Outlander" rückt der Brite wieder näher heran an frühe Einflüsse. Das waren Koryphäen wie Martin Carthy, Nic Jones oder June Tabor. KünstlerInnen wie sie inspirierten ihn während seines Studiums am Konservatorium Birmingham, in die Welt des Folk aufzubrechen. Heute tritt Moray, der nebenbei mit Kollege Sam Carter die Folkrock-Band False Light gründete, selbst bei Rockfestivals auf und genießt allenthalben eine enorme Wertschätzung. Bei seinem einzigen Deutschlandkonzert wechselte er zwischen Gitarre und Klavier.

Samstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Jazztime

Harlem Stride & Boogie Swing Die großen Klavier-Entertainer Von Hans-Jürgen Schaal In den Kellerclubs von Harlem ging in den 1920er-Jahren die Post ab. James P. Johnson war es, der den Ragtime in den Stride-Pianostil verwandelte, indem er den Ausdruck des Blues und die Kraft der Improvisation hineinmischte. Seine größten Konkurrenten hießen Willie "The Lion" Smith und Thomas "Fats" Waller - der eine sein bester Freund, der andere sein bester Schüler. Die Begeisterung für den Boogie brachte auch Alfred Lion dazu, 1939 ein eigenes Plattenlabel zu gründen - Blue Note. Die ersten Musiker auf seinem Label waren die Boogie-Könige Albert Ammons und Meade "Lux" Lewis.

Samstag 23:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Spätvorstellung

Georg Ringsgwandl & Band(1/2) "Wuide unterwegs" (Aufnahme vom 22. Februar 2019 im Tollhaus Karlsruhe) "Wuide unterwegs" heißt das Programm, mit dem Georg Ringsgwandl im Tollhaus Karlsruhe das Publikum begeisterte: Noch einmal der heftige Radau. Sex & Drugs & Rock"n"Roll & Funk & Punk & Maiandacht. Besuch bei den aufgezwickten Gesängen der frühen Jahre. Keine Oldie-Andacht, ein Hochamt für aufgekratzte Geister im musikalischen Irrenhaus. Ein reifer Herr, geleitet von ungestümen jüngeren, und die alten Granaten werden endlich so gespielt, wie sie es vor 20, 30 Jahren schon verdient hätten. (Teil 2, Samstag, 11. April, 23.03 Uhr)

Samstag 23:03 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

Harald Peterstorfer im Studio, Julien Desprez Rob Mazurek Ensemble beim Jazzfestival Saalfelden 2019 Zu Gast im Studio ist der 1969 in Wels geborene Harald Peterstorfer, der sich als Gitarrist gerne in den Welten des lyrischen Jazz sowie im Feld von klassisch und keltisch inspirierter Musik aufhält. Im Gespräch mit Christian Bakonyi lässt Petersdorfer seine Karriere Revue passieren und erzählt von seinen Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern aus aller Welt. Der Konzertmitschnitt stammt vom Jazzfestival Saalfelden 2019, dort fand am 24. August letzten Jahres das Konzert von "T(r)opic" statt, einem neunköpfigen Ensemble unter der Leitung des Gitarristen Julien Desprez und des Kornettisten Rob Mazurek. In diesen multikulturellen Projekt, bestehend aus Musikerinnen und Musikern aus den USA, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Schweden und Portugal, wirkten u. a. noch die Saxofonistin Lotte Anker, der Bassist Ingebrigt Håker Flaten und der Schlagzeuger Gerald Cleaver mit. Gestaltung: Christian Bakoyni

Samstag 23:05 Uhr NDR Info

Nachtclub Classics

Miss Extravaganza - Grace Jones Mit Heinrich Oehmsen Anfang der 80er-Jahre hatte Grace Jones nach drei Alben die Nase voll von Disco-Mucke. Sie stellte eine Band um die jamaikanische Rhythmusgruppe Robbie Shakespeare und Sly Dunbar zusammen und nahm mit Produzent Chris Blackwell zwischen 1980 und 1982 drei Alben auf den Bahamas auf. Das ehemalige Model verstörte anfangs durch extravagante Auftritte und extrem gestylte Kostüme. Doch diese Aura und der Stilmix aus Reggae, New Wave und Electro und ihr cooler Sprechgesang machten sie zu einem Kulturereignis. In der Sendung über Grace Jones geht es um ihre Alben "Warm Leatherette", "Nightclubbing" und "Living My Life".

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